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Was ist die THG-Prämie? Die Antwort in einfachen WortenWarum zahlt Ihnen ein Mineralölkonzern Geld?Wer bekommt die THG-Prämie?Wie viel Geld gibt es für ein E-Auto?Wie oft gibt es die THG-Prämie?So kommen Sie an die PrämieWas ist die THG-Prämie? Die Antwort in einfachen Worten
THG steht für Treibhausgas. Die THG-Prämie ist der Alltagsname für das Geld, das Sie bekommen, wenn Sie die THG-Quote Ihres Elektroautos verkaufen. Die Quote ist eine rechnerische Menge an CO₂-Einsparung, die Ihr E-Auto pro Jahr zu den gesetzlichen Vorgaben für Kraftstoffe beiträgt.
Sie verkaufen also weder Ihr Auto noch Strom, sondern einen Anspruch aus dem Gesetz. Das Geld kommt nicht vom Staat. Auch das Umweltbundesamt (UBA) zahlt nichts: Es prüft den Antrag und stellt eine Bescheinigung aus. Bezahlt wird die Prämie von einem Unternehmen, das die Quote kauft. In der Praxis überweist Ihnen der Anbieter, der Ihren Antrag stellt.
Weil das Wort Prämie nach Förderung klingt: Die THG-Prämie ist kein Zuschuss zum Kauf und kein staatlicher Bonus. Wie der Handel dahinter im Detail funktioniert, erklärt der Artikel zur THG-Quote.
Warum zahlt Ihnen ein Mineralölkonzern Geld?
Wer Benzin und Diesel verkauft, muss die Treibhausgasemissionen seiner Kraftstoffe jedes Jahr um einen gesetzlich festgelegten Prozentsatz senken. Solche Unternehmen heißen Quotenverpflichtete. Für 2026 beträgt die Quote 12 Prozent, für 2027 sind es 17,5 Prozent.
Die Unternehmen können das auf zwei Wegen erfüllen: durch eigene Maßnahmen oder indem sie Quoten zukaufen. Strom, der in Elektroautos genutzt wird, zählt dabei mit. Die CO₂-Einsparung Ihres E-Autos wird auf die Quote angerechnet. Wer die Vorgabe verfehlt, muss zahlen. Deshalb gibt es einen Markt, auf dem Quoten Geld wert sind.
Der Weg des Geldes in vier Schritten:
- Ein Mineralölunternehmen muss seine Quote erfüllen und braucht dafür Minderungsmengen.
- Ihr E-Auto liefert eine solche Menge, weil Sie als Halter eingetragen sind.
- Ein Anbieter bündelt viele Fahrzeuge, lässt sie vom UBA bescheinigen und verkauft die Quote.
- Sie bekommen Ihren Anteil vom Anbieter ausgezahlt.
Wie viel Strom Ihr Auto tatsächlich geladen hat, spielt dabei keine Rolle. Für jedes Fahrzeug gilt ein pauschaler Schätzwert, bei Pkw sind es 2.000 Kilowattstunden pro Jahr. Sie brauchen also weder Stromrechnung noch Wallbox-Nachweis.
Wer bekommt die THG-Prämie?
Anspruch hat, wer im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I) als Halter eingetragen ist. Es zählt der Name im Fahrzeugschein, nicht, wer das Auto bezahlt hat oder fährt. Halter kann eine Privatperson sein oder ein Unternehmen.
Ihr Fahrzeug muss außerdem zwei Bedingungen erfüllen:
- Es ist ein reines Batterie-Elektrofahrzeug.
- Es ist zulassungspflichtig, hat also ein Kennzeichen und einen Fahrzeugschein.
Nicht berechtigt sind Plug-in-Hybride, Fahrzeuge mit Brennstoffzelle und E-Roller mit Versicherungskennzeichen. Warum Hybride nicht zählen, steht bei Plug-in-Hybrid und THG-Prämie. Eine Übersicht nach Marken bietet die Seite welche E-Autos die Prämie bekommen.
Wie viel Geld gibt es für ein E-Auto?
Es gibt keinen gesetzlich festgelegten Betrag. Die Höhe bildet sich am Markt und ändert sich. Bei CO₂-Vorteil erhalten Sie für Pkw 300 € pro Jahr bei aktuellem Marktpreis. Sinkt der Marktpreis bis zum Verkauf, kann die Prämie geringer ausfallen (AGB Ziffer 8). Am Markt liegen Angebote mit garantiertem Betrag für Pkw meist bei 300 bis 400 € (Stand Oktober 2026). Im Frühjahr 2026 lagen viele Angebote noch deutlich niedriger.
Bei CO₂-Vorteil wird ausgezahlt, sobald das Umweltbundesamt Ihren Antrag bestätigt hat. Für Transporter, Lkw und Busse gelten höhere Schätzwerte und damit höhere Beträge. Wie sich die Summe zusammensetzt und was für Ihre Fahrzeuge herauskommt, zeigt der THG-Prämie Rechner.
CO₂-Vorteil prüft Ihr Fahrzeug und übernimmt den Antrag.
Prämie prüfen lassenJetzt für 2027 vormerkenWie oft gibt es die THG-Prämie?
Einmal pro Fahrzeug und Kalenderjahr. Für dasselbe Auto kann der Schätzwert pro Jahr nur ein einziges Mal bescheinigt werden, egal wie viele Halter es in diesem Jahr gab. Wer zuerst den Antrag stellt, bekommt ihn. Einen anteiligen Anspruch gibt es nicht. Im nächsten Jahr entsteht ein neuer Anspruch, den Sie neu beantragen.
Wechselt ein E-Auto im Lauf des Jahres den Halter, lohnt sich deshalb eine Rückfrage: Der Verkäufer muss den Käufer informieren, wenn für das Fahrzeug im laufenden Jahr schon eine Mitteilung erfolgt ist.
Für 2026 stellen Sie den Antrag am besten bis Ende Oktober.Für 2026 sind Anträge bei CO₂-Vorteil nicht mehr möglich. Der 15. November, der oft genannt wird, ist keine Frist für Sie, sondern die gesetzliche Frist der Anbieter beim UBA. Mehr dazu steht unter Frist für 2026. Für 2027 können Sie sich bei uns vormerken lassen.
So kommen Sie an die Prämie
Theoretisch dürfen Sie den Antrag selbst beim UBA stellen. Praktisch lohnt das nicht: Das UBA verlangt seit April 2026 Gebühren für die Bescheinigung und kauft die Quote nicht ab. Deshalb arbeiten Halter mit einem Anbieter, der viele Fahrzeuge bündelt und die Quote weiterverkauft.
Genau das übernimmt CO₂-Vorteil für Sie. Sie machen ein paar Klicks und laden ein Foto vom Fahrzeugschein hoch. Das dauert etwa 2 Minuten. CO₂-Vorteil kümmert sich um den Papierkram, Ihr Antrag wird beim UBA eingereicht. Ausgezahlt wird, sobald das Umweltbundesamt Ihren Antrag bestätigt hat. Für Sie entstehen keine Kosten: Was wir über Ihre Prämie hinaus erlösen, ist unsere Vergütung. Den genauen Ablauf zeigt THG-Prämie beantragen.
*Pro Fahrzeug für das Jahr 2026 bei aktuellem Marktpreis, vorausgesetzt das Umweltbundesamt bestätigt die THG-Quote. Sinkt der Marktpreis bis zum Verkauf, kann die Prämie geringer ausfallen (AGB Ziffer 8). Für Unternehmen zzgl. USt, soweit umsatzsteuerpflichtig.*Aktueller Richtwert pro Fahrzeug. Die verbindliche Prämie für 2027 nennen wir Ihnen vor der Einreichung.